Uetliberg vorem Zmorge

UvZ weil … Ein Hauch von Berg und Wildnis. Trails, die man jedes Mal neu finden muss. Ausblicke auf Stadt und See. Idealer Zeitpunkt, um Fett zu verbrennen. Der Morgenlauf für Unentwegte. 6:05 gehts von der Station Triemli SZU* los. Schweissgebadet, taubenetzt und vielleicht schlammbefleckt errreichen wir nach rund einer Stunde den Aussichtsturm auf Wegen und Spuren, die nur wenige kennen. Kaffee und Gipfeli oder ein Brunch sind im Uto Kulm ab 7 Uhr möglich.

Seit dem 8. Juni 2012 ungefähr wöchentlich. Unbedingt Doodle anschauen: Dort steht das nächste Datum und etwaige Zeitverschiebungen.

http://www.doodle.com/m4sspmv328tgq2c8

Es geht um rund 400 Höhenmeter auf knapp 3 km. Wir laufen oder gehen zügig, wo nötig auf allen vieren. Im Sommer müssen wir uns den Weg durch die üppige Vegetation bahnen. Von Vorteil: Wasserfeste Trailrunning- oder Bergschuhe, lange Beinkleider gegen Zecken und etwas Fitness. Für den Rückweg empfiehlt  sich die SZU ab Station Uetliberg (7:26, 7:56, 8:26) oder Ringlikon. Beschreibungen und weitere Fotos in den UvZ # Posts.

* Triemli SZU Bahnstation, oberhalb Spital. Nicht zu verwechseln mit Tramstation Triemli. Siehe Plan. Anfahrt:

  • S10 ab HB 5:55-6:03 Triemli SZU
  • Tram 14 ab HB 5:29-5:43 Triemli, danach 5′ zu Fuss bis Triemli SZU
  • Bus 80 Bhf Altstetten 5:44-5:53 Triemli Spital, danach 3′ zu Fuss bis Triemli SZU
  • Parkplätze blaue Zone unterhalb von Triemli SZU

Disclaimer
Dies ist kein Event: Ich laufe die Strecke sowieso und freue mich einfach über Gesellschaft. Für etwaige Probleme oder Unfälle übernehme ich keine Verantwortung. Aber natürlich helfen wir einander, wenn etwas schief geht. Wer im unteren Teil merkt, dass er oder sie nicht mitmag, kann locker ins Triemli zurückkehren – bis zu einem gewissen Punkt sind die Wege markiert. Das hier sollte uns jedenfalls nicht passieren 🙂

Fragen? Am besten als Kommentare auf diesen Post oder http://www.facebook.com/gottardop

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Motivation

Zurich is a black  & white world these days. With fog and temperatures around the freezing point, who feels like going out for a run? I kept doing it anyway, but my workouts are shorter than usual.  I guess I need a training objective, a race at the horizon, something that would justify planning. Not that I think I would get anywhere in competitions. But the thought of  beating a few lazier-than-me guys could be the carrot I need to dangle before my nose. How about a hill run ? Oh, by the way, how is Fit 2 Fat 2 Fit doing? The guy is still miles from his original form, but going strong in the right direction. Losing the winter season’s fat is not impossible …

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Beyond Order and Reason

Kürzlich hab ich mein Arbeitszimmer aufgeräumt. Ich mag Ordnung, aber sie zu halten ist nicht so mein Ding. Woche für Woche kommen ja Sachen hinzu. Vor allem Papiere, aber auch Bücher, Zeitschriften, Gadgets. Was im Moment des Bestellens so wichtig scheint, bleibt oft ungelesen in einem Regal. Ausgediente Handys und andere Elektronika, Fotos, Texte … entsorgen oder aussortieren ist umständlich und wer weiss, was man später mal brauchen könnte, also nicht einfach wegwerfen.  Die eingehende Post, gewünschte und unerwünschte, geht in die „erledig ich später“ Beige. Und so wachsen die Stapel, die Schränke und Festplatten füllen sich.  Vieles ist unwichtig, einiges vielleicht doch relevant, und das zu unterscheiden kostet Zeit und Denke.

Welch ein Kontrast  der Besuch bei Werni, unserem Nachbar, seit kurzem im Pflegeheim. Er ist 91 und verwirrt.  Altersdemenz.  An einem guten Tag erkennt er einem.  Für ihn gibts keine Ordnung oder Unordnung mehr. Ein Zimmer, ein Bett und Kleider, die zu anziehen ihm ein Pfleger hilft. Keine Informationen zu sortieren, keine Rechnungen zu bezahlen,  keine Pläne zu schmieden. Irgendwann gilt für alle: Was heute wesentlich scheint ist morgen nichts mehr wert. Ob Besitz, Bedeutung oder Beziehungen – loslassen ist angesagt. Ist was hinter dem Hügel? Further On Up The Road (Johnny Cash), Beyond The Horizon (Bob Dylan) ?

Im neuen Jahr wünsche ich euch allen die Musse und den Willen, tiefer zu graben.

Merry Christmas

Today I stumbled over an FB update that fascinated me. It pointed to videos taken two days ago at the north exit of my favorite tunnel. Besides showing the door to what I consider my earthly nostalgia paradise, the images of the train slowly making it’s way through the snow made me think of …

… Slow Train Coming, a 1979 Bob Dylan Album which I listened to often at a turning point in my life. Long before the recent financial turmoils, the lyrics fit our times better than ever.

„… People starving and thirsting, grain elevators are bursting
Oh, you know it costs more to store the food than it do to give it
They say loose your inhibitions, follow your own ambitions
They talk about a life of brotherly love, show me someone who knows how to live it
There’s slow, slow train coming up around the bend. …“

I wish us all a ton of brotherly love and an eternal ride on the slow train.

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Der erste Schnee 2011

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Göschenen - the wrong side of St. Gotthard

Unterwegs nach Bellinzona, wo es warm ist und die Sonne scheint. Und gleichzeitig Test von WordPress Mobile, funktioniert ja bestens!

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WSL Bellinzona. In the background: Pizzo di Claro

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Die Eule und der Waldfreund

Heute Nebel. Kein Grund, aufs Training zu verzichten, schlussendlich ist der Winter noch lange. Ich komme erst um vier Uhr vom Büro los, es dämmert. Schuhe schnüren, gen Uetliberg lostrotten. Bei der SZU-Station Ringlikon kommt mir der Waldmann in den Sinn. Im Sommer traf ich ihn oft auf seiner Bank an der Sonne. Die letzten paar Mal hab ich ihn vermisst. Bleibt er im Winter zuhause? Bei diesem Nebel… Ich schicke trotzdem einen Jauchzer über die Gleise. Und höre da, vom Waldrand kommt eine Antwort. Ein Jodelruf, wie ich ihn oft an lauen Sommerabenden gehört habe. Bald schütteln wir uns die Hände wie alte Freunde. Doch doch, er sei auch im Winter hier, nur nicht so lange. Sei halt nicht das Gleiche, aber der Sommer komme ja wieder. Die Begegnung beflügelt mich, und so hechle ich auf dem Grat dem Kulm entgegen. Auf dem Rückweg im Wald ist es fast Nacht, ein paar unbestimmbare Lichter funkeln durch die Äste. Ganz in der Nähe ruft eine Eule.

Der Waldfreund hofft auch bei Nebel auf die Sonne

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Sunkiss

Blick aus dem Bürofenster zum Uetliberg, ich sehe ein Loch in der Nebeldecke. Sonne, wirst du dich küssen lassen? Schnell ziehe ich die Laufschuhe an. Noch vor Ringlikon schüttle ich die Brandungsgischt des Nebelmeers von meinen Füssen. Die Blätter leuchten wie Gold in der Abendsonne. Ich speichere jeden Blick. Das sind Eindrücke, die mich den ganzen Winter begleiten werden. Heute will ich einen neuen Weg probieren. Nach dem Teehaus Jurablick südwärts, weiter als sonst, über die erste Abzweigung hinaus. Die Sonne dringt immer wieder durch die Blätter, und ja, sie lässt sich küssen! Nochmals und nochmals. Irgendwann muss ich abbiegen, um den Berg zu erreichen, eine schwache Spur zeigt fast senkrecht nach oben. Sie führt an einer (bewohnten?) Hütte vorbei, dann durch geheimnisvolle Felsen. Mit Puls 180 fliege ich dem Uetzgi entgegen. Das Weglein trifft bei Ceres auf den Planetenweg. Ich laufe weiter, steige die Treppen zum Kulm und dann auf den Aussichtsturm. Die Sonne umarmt mich, ich möchte noch weiter hinauf, hab keine Flügel. Oder auf der Plattform verweilen, die Aussicht ist atemberaubend. Auf der einen Seite die Sonne über dem Nebel, am Horizont die Alpen. Auf der anderen die Stadt, grau und vermeintlich still, halb im Dunst, halb im Schatten des Berges. Aber die Arbeit, die mich eine Sonnenpause lang entbehrt hat, fordert ihre Zeitschuld zurück. Also rasch hinunter, wieder auf goldenen Pfaden, unter goldenen Blättern, das Licht berauscht mich. Der Nebel mag unten auf mich warten, die Sonne kommt im Herzen mit. Ein letzter Kuss, dann der Schattenseite der WSL entlang zur Dusche. Ins Büro. Nach Hause. Morgen ist ein neuer Tag.

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