Der erste Schnee 2011

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Göschenen - the wrong side of St. Gotthard

Unterwegs nach Bellinzona, wo es warm ist und die Sonne scheint. Und gleichzeitig Test von WordPress Mobile, funktioniert ja bestens!

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WSL Bellinzona. In the background: Pizzo di Claro

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Die Eule und der Waldfreund

Heute Nebel. Kein Grund, aufs Training zu verzichten, schlussendlich ist der Winter noch lange. Ich komme erst um vier Uhr vom Büro los, es dämmert. Schuhe schnüren, gen Uetliberg lostrotten. Bei der SZU-Station Ringlikon kommt mir der Waldmann in den Sinn. Im Sommer traf ich ihn oft auf seiner Bank an der Sonne. Die letzten paar Mal hab ich ihn vermisst. Bleibt er im Winter zuhause? Bei diesem Nebel… Ich schicke trotzdem einen Jauchzer über die Gleise. Und höre da, vom Waldrand kommt eine Antwort. Ein Jodelruf, wie ich ihn oft an lauen Sommerabenden gehört habe. Bald schütteln wir uns die Hände wie alte Freunde. Doch doch, er sei auch im Winter hier, nur nicht so lange. Sei halt nicht das Gleiche, aber der Sommer komme ja wieder. Die Begegnung beflügelt mich, und so hechle ich auf dem Grat dem Kulm entgegen. Auf dem Rückweg im Wald ist es fast Nacht, ein paar unbestimmbare Lichter funkeln durch die Äste. Ganz in der Nähe ruft eine Eule.

Der Waldfreund hofft auch bei Nebel auf die Sonne

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Sunkiss

Blick aus dem Bürofenster zum Uetliberg, ich sehe ein Loch in der Nebeldecke. Sonne, wirst du dich küssen lassen? Schnell ziehe ich die Laufschuhe an. Noch vor Ringlikon schüttle ich die Brandungsgischt des Nebelmeers von meinen Füssen. Die Blätter leuchten wie Gold in der Abendsonne. Ich speichere jeden Blick. Das sind Eindrücke, die mich den ganzen Winter begleiten werden. Heute will ich einen neuen Weg probieren. Nach dem Teehaus Jurablick südwärts, weiter als sonst, über die erste Abzweigung hinaus. Die Sonne dringt immer wieder durch die Blätter, und ja, sie lässt sich küssen! Nochmals und nochmals. Irgendwann muss ich abbiegen, um den Berg zu erreichen, eine schwache Spur zeigt fast senkrecht nach oben. Sie führt an einer (bewohnten?) Hütte vorbei, dann durch geheimnisvolle Felsen. Mit Puls 180 fliege ich dem Uetzgi entgegen. Das Weglein trifft bei Ceres auf den Planetenweg. Ich laufe weiter, steige die Treppen zum Kulm und dann auf den Aussichtsturm. Die Sonne umarmt mich, ich möchte noch weiter hinauf, hab keine Flügel. Oder auf der Plattform verweilen, die Aussicht ist atemberaubend. Auf der einen Seite die Sonne über dem Nebel, am Horizont die Alpen. Auf der anderen die Stadt, grau und vermeintlich still, halb im Dunst, halb im Schatten des Berges. Aber die Arbeit, die mich eine Sonnenpause lang entbehrt hat, fordert ihre Zeitschuld zurück. Also rasch hinunter, wieder auf goldenen Pfaden, unter goldenen Blättern, das Licht berauscht mich. Der Nebel mag unten auf mich warten, die Sonne kommt im Herzen mit. Ein letzter Kuss, dann der Schattenseite der WSL entlang zur Dusche. Ins Büro. Nach Hause. Morgen ist ein neuer Tag.

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Hardbrücke Tram 2017?

Gemäss einem Artikel im Tages-Anzeiger von heute wird die erste Tramlinie über die Hardbrücke rund 90 Millionen Franken kosten und ab Dezember 2017 bereit stehen.  Das Tram 8 wird dann nicht mehr am Hardplatz wenden, sondern über den Escher-Wyss-Platz bis zum Werdhölzli (beim Bahnhof Altstetten) fahren. Über weitere Projekte lässt sich der Schreiber nicht aus.  Das Visionspapier der VBZ sieht aber noch mehr vor: Ab 2025 sollen die neuen Tramlinien 16 und 17 über die Hardbrücke, die Rosengartenstrasse hinauf und nach Schwamendingen und Seebach fahren.

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Zurich by Night 2009

First night shots with my new Panasonic Lumix FZ38

F/3.0, 1 sec tripod, ISO 80, 7.8 mm (=44 mm), WB outdoor, sharpened

F/3.7, 1/10 freehand, ISO 200, 39.1 mm (=220)

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Move Up, Slow Down

Schnell die wichtigsten Rechnungen bezahlen, ein paar E-Mails beantworten und den unfertigen Text von gestern fertigstellen. Schnell einen zweiten Espresso trinken, Sachen packen, nichts vergessen. Schnell die Treppe zur Haltestelle runter und den Bus erwischen, am Goldbrunnenplatz ins 14er Tram umsteigen, am HB das Ticket lösen. Schnell durch die Menge zum wartenden Zug.

Zürich Hauptbahnhof

Zürich Hauptbahnhof, 15:37

Der 15:37 Interregio nach Chur ist halbleer. Ich sitze. Lese. Schreibe. Geniesse. In Chur haben es die wenigen Leute am Gleis 5 nicht eilig. Irgendwann tuckert die rote RHB-Komposition in Richtung St. Moritz los. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei 40 km/h.

Domat/Ems

Domat/Ems 17:04

Am Bahnhof Bergün ists fast Nacht. Ich steige als einziger aus. Der Billettschalter ist geschlossen,  die Weichen werden ferngesteuert. In der Dunkelheit verschwindet mit dem Zug die letzte Spur Hektik, die mir noch anhaften könnte. Nach ein paar Schritten in Richtung Latsch liegt das Dorf unter mir,  vom ersten Novemberschnee bedeckt.

Bergün

Bergün, Ankunft 18:13

Ich nehme den steilen Weg durch den Wald und finde es spannend, den Boden nicht von meinen Schuhen unterscheiden zu können.  Nach zwanzig Minuten gibts eine Pause auf der Verkehrsverein-Bank mit Aussicht auf das unterdessen vollständig dunkle Tal im Zwischensaisonschlaf.  Und schon bin ich da. Meine Mutter (81)  umarmt mich zu einem dampfenden Eintopf in ihrem Häuschen auf 1500 m/üM, wo sie auch diese Sommersaison alleine verbracht hat.

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Aston Martin Lagonda

Die Kombiversion des vorletzten 4-türigen Aston Martins hatte ich vor einigen Jahren auf meiner shooting-brake.com Seite mit Fotos von Helmut Schnug beschrieben. Das Einzelstück steht heute (wieder mal?) zum Verkauf. Angeboten wird* das Fahrzeug von Thiesen Automobile Raritäten in Berlin.  Eine umfangreiche Bildersammlung findet sich auf classicdriver.net, ein Fahrbericht bei Motor Klassik.

AM Lagonda Shooting Brake by Roos Engineering, Lucerne (Photo: Helmut Schnug)

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Ab heute Winterzeit

Die Stunde länger schlafen ist rasch amortisiert. Dafür wird die “heure bleue” auf dem Heimweg immer dunkelblauer, heute schon fast wie am letzten 28. März.

Harbrücke Baustelle Herbst 2009

Hardbrücke: Anfang von zwei Jahren Baustelle

Seit dann hat sich einiges geändert – Die Hardbrücke ist ein Hindernislauf geworden, der Primetower aus dem Boden gewachsen – und anderes nicht. So ninmt zum Beispiel der Feinstaub auf den Strassen wieder zu und in den Restaurants nicht ab: trotz klarem Abstimmungsresultat vor einem Jahr (!) wird in Restaurants noch immer gepafft. In andern Kantonen hat das viel rascher geklappt.

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Best toilet in Zurich

Die Hardbrücke ist immer für eine Überraschung gut. Die Baustellenoilette auf dem Mittlestreifen fiel mir erst gestern auf, vermutlich weil es kurz vor Mitternacht ausnahmsweise wenig Autos gab. Dieses stille Örtchen empfiehlt sich auch nur für (verkehrs)ruhige Zeiten.  Oder werden sie auch hier eine Ampel installieren?

Toilet on the Hardbrücke construction site

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Die Schlucht

Entspannt spazieren wir im Morgensonnenlicht unter der Bahnbrücke hindurch und verfolgen den sanften Lauf des Baches. Beim Kraftwerk scheinen die Bäume höher zu werden. Sie werfen Schatten auf den Weg. Die hellgrauen Kieselsteine verwandeln sich in dunkelbraune Rindenkrümel und verfaulte Blätter. Die Steine glänzen. Dabei hat es schon lange nicht mehr geregnet. Der Bach ist einer moosbedeckten Geröllhalde gewichen. Was vom Weg übrig bleibt ist steil und glitschig. Nun rauscht es aus der Tiefe. Ein feuchter Zauber bemächtigt sich unser. Erst das Forellenfilet im Restaurant de la Truite bringt uns in die Wirklichkeit zurück. Aus welcher uns der Absinth gleich wieder entrückt.

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