Feierabend am Nachmittag

Feierabend bedeutet für mich meist, kurz vor 19 Uhr am Bahnhof Hardbrugg das Velo los zubinden. Den ganzen Winter hat mich dabei dieser Anblick begleitet, manchmal blauer, manchmal schwarzer. Ab morgen bis Oktober wird der Himmel dann nur noch nachmittaghell sein. Für Bilder wie dieses müsste ich extra später heimfahren. Ich hoffe, dass das nicht allzu oft passiert.

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Sic transit (loslassen)

Mein Schwiegervater ist Uhrmacher. Seit ein paar Jahren mag er nicht mehr Uhren reparieren und der Umzug in eine kleinere Wohnung steht an. So half ich ihm kürzlich, sein Atelier zu räumen. Aber Werkzeuge, Zahnrädchen, Spiralfedern, Schrauben, Blechschachteln einfach wegwerfen? Schwierig. Für den Arbeitstisch allein verbrachten wir einen ganzen Tag zusammen. Schublade um Schublade. Zu jedem Teil, das er in die Hand nahm, erzählte er mir die Funktionsweise. Und manchmal eine Anekdote dazu. Dann warfen wir es in den Schrottkübel – siehe Fotos – oder legten es in eine Schachtel für den Umzug. Dass er die Sachen am neuen Ort auspackt glaube ich kaum.  ER hat Abschied davon genommen, wenn auch nicht ganz.

Loslassen. Ein paar interessante Gedanken dazu hab ich im Yoga-Blog von Su aufgeschnappt. Und ergänze: Als Christ freue ich mich auf einen Bestimmungsort, wo ich keine Dinge brauche. Wenn ich mich doch mal an solche hänge, hilft mir dieser Gedanke, deren Wert zu relativieren. Ballonfahrer kommen nur in den Himmel hinauf, wenn sie ihre Sandsäcke abwerfen.

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